Hacker zwischen Utopie und Terrorismus Generationsporträt einer Gegenkultur

Datensatz 90000040

Regie: Biedermann, Alexander

Sachsen, 2009
Dauer: 01:19:00 Min.
Filmtyp: DVD
Förderer: Mitteldeutsche Medienförderung GmbH (MDM) & Kulturstiftung des Freistaates Sachsen (KdFS) & Sächsische Landesmedienanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM), 2007
Filmart: Dokumentarfilm, Porträts/Personen


Weitere Informationen:

Biografie: Alexander Biedermann, geboren 1975 in Leipzig, freiberuflicher Autor und Regisseur für Film und Fernsehen (unter anderem „Soko Leipzig“ und „Stadt in Angst“ von Dominik Graf). Das Projekt „Hacker“ ist sein erstes langes Dokumentarfilmprojekt als eigenständiger Regisseur und Autor.

Drehstab: Regie: Alexander Biedermann; Buch: Alexander Biedermann, Matt Sweetwood; Kamera: Peter Badel, Axel Rothenburg; Kameraassistenz: Michael Senft; Schnitt: Matt Sweetwood; Schnittassistenz: Christoph Sturm; Mischung: Kai Tebbel; Musik: Klaus Schulze; Produktionsleitung: Markus Simon; Produktionskoordinierung: Anne Stephan; Produzent: Olaf Jacobs; Redaktion: Nicole Baum

Festivals: Ausgezeichnet mit dem Bremer Dokumentarfilmförderpreis

Filmografie: 2009 Hacker, Dokumentarfilm; 2009 Westberg, Kurzfilm.

Inhaltsangabe: Irgendwann zwischen 1986 und 1987 kam es zu dem "bisher größten und brisantesten Computereinbruch der Welt": Deutschen Hackern aus dem Umfeld des Chaos Computer Clubs war es gelungen, die internationalen Computernetze der Weltraumbehörden ESA und NASA monatelang unter Kontrolle zu bringen. Ihr sportlicher Ehrgeiz und der Versuch, am globalen Datennetz teilzunehmen, führte die jungen "Komputerfrieks" um Wau Holland und Steffen Wernery in ein Spannungsfeld aus Industriespionage, Wirtschaftskriminalität, Ost-West-Konflikt und Sicherheitsinteressen von High-Tech-Firmen. Zum zweiten großen digitalen Störfall kam es im März 1989: Zwei der am NASA-Hack Beteiligten hatten ihre Erkenntnisse in Ost-Berlin an den KGB verkauft. Die Monate zwischen NASA- und KGB-Hack bezeichneten die Beteiligten später als die "Vertreibung aus dem Hackerparadies". Das Jahrzehnt endete mit dem Tod des legendären Hackers Karl Koch, mit Spaltungen innerhalb der Szene und mit dem Beginn einer medialen wie staatlichen Hetzjagd auf alle zukünftigen "Datenterroristen", die nach den Terroranschlägen vom September 2001 ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte. Nirgends offenbaren sich so viele sensible Berührungspunkte zu Terror, Sabotage und Angst wie in einer von Computern gesteuerten und kontrollierten Welt. Nirgendwo versammeln sich andererseits so viele utopische Potentiale wie im Bereich der Computernetze und der hier entstandenen Szene. Doch was, besser wer steckt wirklich hinter dem Mythos vom "Hacker"? Wo liegen die Wurzeln, was sind die Motive, was die Auswirkungen dieser Bewegung? "Hacker zwischen Utopie und Terrorismus" blickt hinter die Kulissen der deutschsprachigen Hacker-Bewegung. Ihre Geschichte und das Selbstverständnis der Involvierten sind die zentralen Themen des Filmes. Reflexionsfigur innerhalb der Expedition von 1981 bis 2001 ist der vor sechs Jahren verstorbene Hacker und Gründer des Chaos Computer Clubs Wau Holland. Archivmaterial, Animationen, Gespräche mit Althackern, aktiven "Datenterroristen", Sicherheitsberatern und Staatsdienern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erzählen eine Zeitreise, die irgendwo in unserer Zukunft endet.

Kontakt: c/o Filmverband Sachsen e.V., e-mail: info@filmverband-sachsen.de; www.filmverband-sachsen.de

Medien-ID: Dauer (Min.): 01:19:00

Permalink:

http://mediathek.slub-dresden.de/vid90000040.html

Datensatz-Urheber: Filmverband Sachsen e.V. & SLUB/Mediathek

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