Audienzen. Strategien der Selbstbehauptung (AT: Menschen statt Ikonen)

Datensatz 90000017

Buch & Regie: Bara, Tina
Buch & Regie: Metselaar, Barbara

Sachsen, 2007
Dauer: 52:00 Min.
Filmtyp: Digi Beta & mini DV
Förderer: Kulturstiftung des Freistaates Sachsen (KdFS) & Sächsische Landesmedienanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM), 2006
Filmart: Dokumentarfilm, Porträts/Personen

Thema: Kunst & Künstler & Fotografie & Film & Geschichte & DDR


Weitere Informationen:

Biografie: Tina Bara: 1962 geboren in Kleinmachnow, aufgewachsen in Guben. 1980-86 Umzug und 1980 Abitur in Berlin. 1986-89 "Verband Bildender Künstler der DDR", Möglichkeit, freiberuflich als Fotografin arbeiten zu können; u.a. DEFA-Studio für Dokumentarfilm. 1986-89 Fernstudium Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Juli 89 Übersiedlung nach Berlin/West; freiberufliche und künstlerische Arbeit im Bereich Fotografie und Video. 1991 nachträgliches Diplom bei Prof. Arno Fischer, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, seit 1992 Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh), seit 1993 Professur für Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Barbara Metselaar: 1951 geboren in Pleißa/ Sachsen. 1969-71 Studium Sozialpsychologie in Jena. 1971-76 Studium Fotografie, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Diplom. 1976-84 freiberufliche Fotografin in Berlin, DDR. 1984 Umzug nach Berlin/ West. 1985 Dozentin an der Fotowerkstatt Berlin – Kreuzberg. 1987-88 künstl. Mitarbeiterin an der Hochschule der Künste Berlin. 1988 Förderung für freie Gruppen, Senat Berlin. 1989-90 Videoarbeit in einer Medienwerkstatt / Dokumentarfilme und Video-Essays, ab 1991 Kamera und Regiekamera für versch. Fernsehsender. 1998/99 Lehrauftrag für Fotografie an der Hochschule für Film u. Fernsehen Babelsberg.

Drehstab: Buch & Regie & Kamera: Tina Bara, Barbara Metselaar; Produktion & Schnitt: Barbara Metselaar; Producer: Karin Fiedler; Tonmischung: Hans Kölling; Endfertigung: Thomm TV Leipzig; Protagonisten: Ursula Arnold, Evelyn Richter; Eine faro-film-Produktion

Festivals: 1995/96 Wir wären so gerne Helden gewesen, 123 min, ZDF, Kleines Fernsehspiel, Buch/ Regie/ Kamera/ Schnitt: Silberne Taube; 39. Dokumentarfilmfestival Leipzig 1998/99 Frozen Margaritas, 45 min, Buch/ Regie/ Kamera/ Schnitt/ Produktion: Teilnahme beim Internationalen Dokumentarfilmfestival Leipzig und beim International Documentary Filmfestival Amsterdam

Filmografie: Tina Bara - Videografie: 1991-92 dreiteilige Videodokumentation über Umstrukturierungen der ostdeutschen Produktion; 1998-99 Indizes periphere, Videoinstallation; 1998-99 Plot-Point, 20 c-prints u. Video, ca. 60 min; 2001/04 Bereiste Nachbarschaft, 20 c-prints und 2 Videos je ca. 5 Min.; 2002/04 marilyn, ca. 150 c-prints u. s/w Fotografie, 3 Videos: 15 Min., 8 Min., 36 Min.; 2003/05 Lido, ca. 12 Min., zusammen mit Alba D'Urbano; 2004/05 Kunstwerke 36, Videoarbeit zusammen mit Alba D'Urbano, 30 Min.; 2005/06 Audienzen, Dokumentarfilm zusammen mit Barbara Metselaar, DV, 52 Min.; Diverse Ausstellungen und Veröffentlichungen. Barbara Metselaar - Filmografie (Dokfilme): 1991 Tell me the tales, 50 Min., DFF, Kamera; Lenin von hinten, 15 Min., NDR, Kamera; Bruttovinetto, 52 Min., Regie/ Kamera/ Schnitt; 1992 Einstein in Caputh, 15 Min., ORB, Kamera; Einer geht noch, 23 Min., ORB, Kamera; Hast Du gesehen oder hast Du gehört?, 15 Min., ORB, Kamera; ... und erlöse uns von dem Übel, 30 Min., MDR/ ORB, Kamera; Aufbruch, 30 Min., 3 sat, Kamera; 1993/94 Seilfahrten... Relativ extrem, 63 Min., ZDF; Kleines Fernsehspiel, Regiekamera/ Schnitt; 1995/96 Wir wären so gerne Helden gewesen, 123 min, ZDF, Kleines Fernsehspiel, Buch/ Regie/ Kamera/ Schnitt; 1998/99 Frozen Margaritas, 45 min, Buch/ Regie/ Kamera/ Schnitt/ Produktion; 2005 Insel - Gespräche vor blühender Landschaft, 102 min, Buch/ Regie/ Kamera/ Schnitt; 2006/07 Audienzen - Strategien der Selbstbehauptung, 52 min, Buch/ Regie/ Kamera/ Schnitt (zusammen mit Tina Bara Diverse Ausstellungen.

Inhaltsangabe: Wir sind zu Besuch. Wir akzeptieren das Momenthafte, den Zufall. Evelyn Richter und Ursula Arnold begannen Anfang der 1950er Jahre ein Fotografiestudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Sie gerieten im Zuge der stalinistischen Doktrin unter diverse Zwänge und Beschränkungen. Auf diesen Druck reagierten die Freundinnen unterschiedlich. Evelyn beschloss, sich durchzuschlagen und die Konfrontation anzunehmen. Ursula, die eine Familie zu ernähren hatte, trat den Rückzug an und begann eine Kameratätigkeit beim Fernsehen. Beide jedoch bestanden auf ihrer eigenen Wahrnehmung und entwickelten über die Jahrzehnte ihr fotografisches Werk - ganz oder teilweise im Eigenauftrag, unzensiert und "für die Kiste". Der Film reflektiert die von persönlichem Temperament, Widerständen, Schicksalsfügungen geprägten Entstehungsbedingungen der beiden Oeuvres. Er bevorzugt die Methode der Beobachtung, der "straight photography", die immer das Credo der beiden Damen darstellte. Keine inszenatorischen Eingriffe, wenig Planbarkeit, Reagieren auf die situativen Geschehnisse im Umfeld - lebendiges Leben. Diese Sequenzen deuten an, bleiben Fragment - vermitteln eine Ahnung von den Lebenswegen, die hinter dem Bildwerk stehen, und ihrer Zeit. (B. Metselaar)

Kontakt: Barbara Metselaar-Berthold; bmb@cs.tu-berlin.de

Medien-ID: Dauer (Min.): 52:00

Permalink:

http://mediathek.slub-dresden.de/vid90000017.html

Datensatz-Urheber: Filmverband Sachsen e.V. & SLUB/Mediathek

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